Der von Heinz-Ludwig Liepert erarbeitete Überblick der geschichtlichen Entwicklung des Ortsteils Vörden, gibt uns einen spannenden Einblick in die sozialen und politischen Verhältnisse längst vergangener Zeiten und deren Auswirkungen auf unsere heutige Gemeinde.
Sächsische und fränkische Besiedlung Ein Bild idyllischer Anmut und geografischer Vielfalt bietet Vörden mit den
Bauernschaften Hörsten und Hinnenkamp sowie der Siedlung Campemoor. Umgeben vom Moränenwall der Dammer Berge im Norden, dem urwüchsigen Großen Moor im Osten …
Erste Erwähnung im Mittelalter Urkundlich weist das älteste Güterregister des Benediktinerklosters
Corvey um 1000 mehrere Höfe in Henninchem (Hinnenkamp) und Osterep
(Astrup) nach. Wahrscheinlich bestanden diese Ortschaften jedoch schon früher.
Nach dem 30-jährigen Krieg Als 1633 Stadt und Bistum Osnabrück in die Hände der Schweden fielen,
schenkte der schwedische Reichsrat dem Grafen Gustav Gustavson von
Wasaburg – einem natürlichen Sohn des Schwedenkönigs – das Bistum
Osnabrück. 1643 wählte er die Stiftsburg Vörden …
Wirtschaftliche Entwicklung und deren Folgen Größere wirtschaftliche Fortschritte blieben wegen der geologischen und
geografischen Verhältnisse versagt. Die Einwohner (Ackerbürger, kleine
Handwerker, Gewerbeteibende und Tagelöhner) waren auf Nebenerwerb
angewiesen. Es war ein besonderer Glücksfall, …
Politische Umwälzungen Die napoleonischen Umwälzungen brachten einschneidende politische
Veränderungen. Das Hochstift Osnabrück verlor 1803 die eigenständige
Staatsgewalt und wurde dem Kurfürstentum Hannover zugeschlagen. Das Großherzogtum Oldenburg (Rechtsnachfolger Münster) erhielt …